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SchülerInnen des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums besuchen Gedenkstätte in Verdun (08.​05.​2026)

Verdun war auch in diesem Jahr das Ziel der Tagesfahrt von 67 Zehntklässlern des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums St. Goarshausen, die sich gemeinsam mit ihren Französischlehrern Beate Conze und Fabian Zorn sowie mit ihrem Geschichtslehrer Florian Hoffmann am Donnerstag, dem 30. April 2026 auf den Weg an diesen geschichtsträchtigen Ort machten, um sich mit den Schrecken des 1. Weltkrieges an einem der bekanntesten Stätten dieses Krieges auseinander zu setzen. 

Nach der Ankunft in Verdun stand zuerst der Besuch des Mémorial de Verdun auf dem Programm. Das ist ein multimediales Museum, das die Geschichte der berühmten Schlacht von Verdun und ihrer tragischen Auswirkungen auf die Soldaten sowie auf die Zivilbevölkerung erzählt. Besonders beeindruckend war die Ausstellung, die mit einer Vielzahl von Originaldokumenten, Waffen, Uniformen und persönlichen Gegenständen der Soldaten die Härte und Grausamkeit des Krieges veranschaulichte. Die Schülerinnen und Schüler waren von den emotionalen Berichten und den Bildern sichtlich berührt und nahmen sich viel Zeit, um die einzelnen Stationen zu betrachten. Das Mémorial bietet nicht nur einen Einblick in die militärischen Strategien und grausamen Bedingungen dieses Stellungkrieges, sondern regt auch zur Reflexion über die Bedeutung des Friedens und den Wert der Demokratie an. 

Die zweite Station des Tages war der Gang durch das komplett zerstörte Dorf Fleury, das zu einem der 9 Dörfer gehört, die während des Kriegsgeschehens vollständig ausgelöscht wurden. Nur kleine Tafeln, die auf die Funktion der ehemaligen Gebäude hinweisen, erinnern daran, dass in diesem Dorf einst Menschen lebten und arbeiteten. „Es ist schrecklich, sich vorzustellen, dass man von heute auf morgen sein Zuhause verliert“, so beschrieb ein Schüler seinen Eindruck von Fleury.

Nach dem Besuch dieses „village détruit“ führte der Weg zum Beinhaus von Douaumont (Ossuaire de Douaumont) und den angrenzenden Friedhöfen. In diesem monumentalen Bau ruhen die Gebeine von mehr als 130.000 unbekannten Soldaten, die in der Schlacht von Verdun ihr Leben verloren. Um ihrer zu gedenken und um den Hinterbliebenen aller gefallenen Soldaten einen Ort der Trauer zu geben, wurde der erste Stein für den Bau des Ossuaire schon 1920 gelegt und es ist seither ein Symbol der Mahnung und des Gedenkens zugleich geworden. Bei einem Gang über den Friedhof und dem Anblick der unzähligen Kreuze wurde den Schülerinnen und Schülern das Ausmaß des Leids und des Grauens noch deutlicher bewusst. Hinter jedem Kreuz steht ein persönliches Schicksal und die Trauer einer Familie, die einen Vater oder einen Bruder verloren hat. „Und viele waren noch so jung, als sie sterben mussten“, erkannte eine Schülerin betroffen. 

Zum Abschluss der Exkursion wurde ein verspätetes Mittagessen eingenommen, bevor es mit vielen Eindrücken und einem erweiterten Horizont wieder auf die Heimfahrt ging. Die Schülerinnen und Schüler erlebten nicht nur einen historischen Ort, sondern auch eine emotionale Auseinandersetzung mit der Geschichte, die für alle spürbar war. Die Eindrücke aus dem Mémorial, dem zerstörten Dorf Fleury und dem Beinhaus von Douaumont werden die Jugendlichen noch lange begleiten. Angesichts der politischen Lage in Europa und auf der Welt waren sie sich einig, dass alles Menschenmögliche getan werden muss, um Toleranz, gegenseitiges Verständnis und die deutsch-französische Freundschaft zu stärken und zu bewahren: „Plus jamais ça! – Nie wieder!“ 



 

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