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Politik hautnah: Unsere Zehner erobern den Mainzer Landtag (10.​06.​2025)

Der 09. Mai 2025 war für unsere komplette 10. Jahrgangsstufe ein besonderer Tag: Gemeinsam mit Katharina Wroblewski, Erik Schneider und Merih Çimen ging es für die Schülerinnen und Schüler nach Mainz zum Landtag Rheinland-Pfalz – ein Ausflug, der tiefe Einblicke ins Herz unserer Demokratie versprach. Schon die gemeinsame Zugfahrt und der anschließende Spaziergang vom Bahnhof zum Landtag bei strahlendem Frühlingswetter sorgten für gute Stimmung und Vorfreude.

 

 

Mittendrin statt nur dabei: Das Planspiel zum Wahlrecht ab 16

Das Highlight des Besuchs im Landtag war sicher das Planspiel im Plenarsaal. Es ist schon ein besonderes Gefühl, auf den Stühlen Platz zu nehmen, auf denen sonst die Abgeordneten über die Zukunft des Landes beraten. Die Atmosphäre im Saal ist schon besonders und macht einem bewusst, wie wichtig die Entscheidungen sind, die hier fallen.

Unsere Zehntklässler hatten sich vorab demokratisch für das Thema "Wahlrecht ab 16 Jahren" entschieden, das nun im Mittelpunkt einer gespielten Landtagssitzung stehen sollte. Dafür teilten sich die Jugendlichen in drei Fraktionen (A, B und C) auf. In diesen Fraktionen wurden dann nicht nur Vorsitzende gewählt, sondern auch bestimmt, wer Landtagspräsident/in und Schriftführer/in sein sollte. Ihre Aufgabe: für einen fairen Ablauf sorgen und Wortmeldungen genau notieren.

In einer intensiven Vorbereitungsphase zogen sich die Fraktionen zurück. Argumente wurden gesammelt, Strategien überlegt und Positionen formuliert. Schon da wurde in den Gruppen teils hitzig diskutiert – ein Vorgeschmack darauf, wie politische Meinungsbildung abläuft und wie man um den besten Kompromiss ringt.

 

 

Lebhafte Debatten und echtes Ringen um Positionen

Zurück im Plenarsaal leitete der Schüler-Landtagspräsident Mikaj Büntgen (10b) die Debatte. Nach den Eröffnungsstatements der Fraktionsvorsitzenden Tim Hechel (10c), Lennart Sczesny (10d) und Mila Werner (10d), die ihre Standpunkte klar machten, startete eine offene und erstaunlich lebhafte Diskussion. Argumente für und gegen das Wahlrecht ab 16 flogen hin und her, wurden kritisch beäugt und verteidigt. Wie im echten Parlament gab es auch Zwischenrufe, was das Ganze noch authentischer machte. Unsere Schülerinnen und Schüler waren voll dabei, griffen Argumente der anderen auf und versuchten, sie zu widerlegen – mal sachlich, mal mit Humor.

Vor der Abstimmung wurde es nochmal richtig spannend: Die frischgebackenen "Abgeordneten" verteilten sich im Saal und versuchten, in direkten Gesprächen noch Unentschlossene aus anderen Fraktionen zu überzeugen – Demokratie live und in Farbe!

Am Ende hielten sich die meisten zwar an ihre Fraktionslinie, aber die Aktion hatte gezeigt, wie viel Dynamik in politischen Prozessen stecken kann. Vor allem das Argument, dass 16-Jährige durchaus Demokratie verstehen und ihre Zukunft mitgestalten wollen und können, kam bei vielen gut an.

 

 

Heimreise mit Hindernissen, aber ein Tag voller Erkenntnisse

Die Rückfahrt nach St. Goarshausen wurde dann, dank einiger Bahn-Abenteuer, fast so aufregend wie die Debatten im Landtag. Ausfälle, Verspätungen und Züge, die nur Teilstrecken fuhren, sorgten für ein kleines Chaos, das die Gruppe aber mit Humor nahm.

Trotz der kleinen Reisestrapazen: Der Tag im Mainzer Landtag war für unsere 10. Klassen ein voller Erfolg. Er hat eindrücklich gezeigt, wie wichtig politische Prozesse sind, wie Entscheidungen entstehen und dass Politik jeden von uns betrifft.

Ein großes Dankeschön an den Landtag Rheinland-Pfalz, der diesen praxisnahen Einblick in die Landespolitik möglich gemacht hat. 

 



 

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